Kirgistan - Кыргызстан Ferien in der Schweiz Zentralasiens

Mein nächster Besuch führte mich weiter gen Osten in mir völlig unbekante Gefilde - Kirgistan.

frueh morgens 20130731 1673899541Nach einer unfreiwilligen Übernachtung im mir bereits vertrauten Istanbul (aufgrund eines technisches Problems am Flugzeug), landete ich mitten in der Nacht in Bishkek. Doch weder die lange Reise, noch die Müdigkeit in den Knochen konnten meine Freude über das Wiedersehen mit dem Weltreisenden dämpfen.

Nach einem Tag des Ruhens ging es dann bereits los nach Tamchy, einem kleinen Ort am Issyk-Kul Bergsee, wo wir die Sonne, das kühle Wasser und viel Freizeit genossen. Bei klarem Wetter bietet sich einem ein wunderschönes Bild mit Bergpanorama, oder für Frühaufsteher: ein farbenfrohes Spektakel bei Sonnenaufgang. Nach drei Tagen ging unsere Seeumrundung weiter nach Cholpon-Ata, dem sogenannten Ballermann am See für reiche Kasachen. Auch dort verbrachten wir Zeit am See, doch der Charme des touristen-freieren und gemütlicheren Tamchy fehlte uns dort auf jeden Fall.

altyn arashan tal 20130731 1852148702So ging es bald weiter nach Karakol, dem Ausgangsort für Wanderungen und Treks aller Art. Wir entschieden uns dafür, das Altyn Arashan Tal hoch zu Ross zu bezwingen, was für beide eine neue Erfahrung war. Diese Unerfahrenheit machte sich nach den fünf Stunden Reiten auch in verschiedensten Körperteilen bemerkbar. Trotzdem war es im Tal sehr schön und wir übernachteten in einem Guesthouse, wo es sich auch auf Gitter-Betten gut schlafen liess. Am nächsten Tag, nach weiteren fünf Stunden Rückweg, war unser Soll an Reitstunden dann doch definitiv erreicht. In Tamga, einem kleinen Ort am Südufer des Issyk-Kuls, verbrachten wir dann die letzten Tage am See, wobei ich leider aufgrund von kleineren Kranheitserscheinungen mehr schlief als badete.

jailoo am son-kul 20130731 1841544176Die nächste Station sollten Kochkor und danach der höher gelegene, kleinere See Song-Kul sein. Dort wollten wir zwei Nächte in verschiedenen Jurten schlafen und danach über einen Pass in die nächste Ortschaft wandern. Das Wetter war uns jedoch nicht gut gesinnt, bereits am ersten Abend wehte ein sehr ungemütlicher Wind, welcher leider auch in unsere Jurte eindrang. Unsere Gastfamilie meinte dann am nächsten Tag, es könnte kalt werden - doch wir machten uns trotzdem auf den Weg. Nach einer Stunde gerieten wir in einen heftigen Hagelsturm und waren innerhalb von Minuten durchnässt. Als es dann auch noch zu Donnern begann, suchten wir in einer Jurte Zuflucht, wo wir bei einer Tasse Tee und ekliger Pferdemilch auf das Ende des Sturmes warteten. Diese heftigen Wetterumschwünge schienen uns zu extrem und gefährlich, weshalb wir die Passüberquerung abbliesen und nach einem Zwischenstopp in Kochkor nach Bishkek zurückkehrten.

rastplatz 20130731 2055779448Am nächsten Tag ging es zu unserem letzten Ziel, dem Ala Archa National Park, gleich vor den Toren Bishkeks. Wir wanderten auf einen Berg, wo wir einen schönen Ort zum Zelten fanden, genossen die Aussicht und die Ruhe und beobachteten das Nagetier Freddi und Murmeltiere. Die letzten Tage verbrachten wir in Bishkek, wo eine drückende Hitze herrschte. Glücklicherweise hatte unser Hotel einen erfrischenden Pool, welchen wir nach anstrengenden Spaziergängen in der Stadt und am Bazar rege nutzten.

Nach drei Wochen in Kirgistan sind die Ferien nun schon wieder vorbei. Doch die Erinnerungen an den Issyk-Kul, dem Meer in Zentralasien, werden mich noch lange begleiten.