Kirgistan - Roadannex

Hier sind noch nachträglich ein paar Geschichten aus Kirgistan, welche sich vor, während und neben den drei Wochen Ferien noch zugetragen haben.

der koffertraeger wird zusammengebrutzelt 20130731 1280016980Nachdem wir die Pamirhochebene verlassen hatten, erreichten wir nach zwei Tagen Osch, die größte Stadt im Südwesten. In der Unterkunft unserer Wahl trafen wir auf ein Nest verschiedenster anderer Motorradfahrer. Ein Spanier unterwegs nach Magadan, zwei Deutsche mit Hondas und eine ganze Familie aus Frankreich mit zwei BMW's. Es ist viel los im sisafreien Kirgistan. Hier musste nun mein Kofferträger repariert werden. Dies konnten wir bei Patrik's Werkstatt erledigen. Er ist Tourguide bei muzztoo.ch und pflegt in der besagten Werkstatt seine Motorradflotte. Nachdem die billigen Teile des Kofferträgers abgeflext und ersetzt wurden, konnte Christian mit seinen Schweißkünsten loslegen und die Sollbruchstelle wieder fit machen.

camping am stausee 20130731 1086647504Nach der Reparatur konnte der Termin mit den Damen in Bishkek wahrgenommen werden, daher fuhren wir innert zwei Tagen über die einwandfreien Strassen (gebaut von den Chinesen) nach Norden in die Hauptstadt. Da angekommen hatten wir noch etwas Zeit, um auf dem Autobazar Ersatzteile zu organisieren, welche wir am Ende unseres Aufenthaltes in Kirgistan benötigten, um den Unterhalt unserer Maschinen zu gewährleisten. Die restliche Zeit ging, einmal mehr, beim China-Visa verloren. Nachdem die chinesische Botschaft gefunden wurde, mussten wir feststellen, dass es ohne lokale Agentur nicht möglich ist. Es schien eine mafiöse Struktur zu sein. Obwohl es möglich wäre, ein Visa zu bekommen (nur eine Frage der Zeit und des Geldes), gibt es nur Visa mit einer verkürzten Einreisefrist, wegen Terrorverdacht im östlichen China, was uns nichts hilft. Da hier unsere letzte Chance war, haben wir kurzerhand die Pässe per DHL nach Hause geschickt, um die Visa in Bern einzuholen. Nach drei spannenden Wochen ohne Pass in Kirgistan konnten wir ihn wieder mit China-Visa abholen.

Nachdem Claudia und Annette wieder zurück zur Arbeit mussten, wurde es auch für uns Zeit wieder ans Weiterfahren zu denken. Somit erledigten wir an den Motorrädern diverse Servicearbeiten, ersetzten Verschleißteile (welche von den Damen eingeflogen wurden) und wuschen sie sogar. Danach konnte es wieder weitergehen, weiter nach Norden, einmal quer durch Kasachstans Steppen.